Windenergie ist besonders wirtschaftlich
Vor allem in guten Windgebieten, etwa in Küstenregionen oder auf freiem Gelände, versprechen Windparks – mehr als drei Anlagen an einem Standort – einen hohen Energieertrag. Die räumliche Konzentration vieler Anlagen vereinfacht Wartung, Netzanbindung und Stromeinspeisung. Für Betreiber ist dies attraktiv, weil damit auch die Betriebskosten sinken.
Größe und Leistung der Windturbinen sind in den letzten Jahren rasant gewachsen. Produzierte ein Windrad noch vor 15 Jahren gerade einmal 200 kW, so sind es heute schon zwischen 1000 und 2500 kW. Windparks mit einer Energieleistung von mehreren hundert Megawatt sind heute bereits Realität.
Der Ausbau der Windkraft an Land wird künftig in Deutschland aus Platzgründen weniger stark zunehmen als in den letzten zwei Jahrzehnten. Die sehr großen 5000-kW-Turbinen, die derzeit entwickelt werden, sollen vorwiegend im Offshore-Bereich (off shore =vor der Küste) zum Einsatz kommen, um das gewaltige Potenzial der hohen Windgeschwindigkeiten auf See auszunutzen. Weltweit sind zahlreiche Offshore-Windparkprojekte in Planung.
Strom aus dem Generator
Die Rotorblätter einer Windkraftanlage setzen die Bewegungsenergie der Luftteilchen in Rotationsenergie um. Diese Energie, die damit an der sich drehenden Achse verfügbar ist, wird mittels eines Generators in elektrische Leistung umgesetzt.
Selbst bei hoher Windgeschwindigkeit ist die Rotordrehzahl zu gering, um einen normalen Generator anzutreiben. Die Kraftübertragung erfolgt von den Rotorblättern über die Nabe zur „langsamen Welle” (Rotorwelle) und von dort zum Getriebe. Es erhöht über Zahnräder die Drehzahl und überträgt diese Energie an die „schnelle Welle” (Generatorantriebswelle), die den Generator treibt. Es gibt aber heute auch getriebelose Generatoren, was den Vorteil eines insgesamt einfacheren Systems bietet.
Im Generator sind Metallspulen auf der Längsachse angebracht; dies ist der so genannte Rotor. Im Gehäuse des Generators wird ein starkes Magnetfeld erzeugt. Die rotierende Bewegung der Metallspulen in dem festen Magnetfeld bewirkt, dass die Elektronen in einer Richtung durch die Spule fließen. So entsteht elektrischer Strom und damit auch Spannung. Der Generator produziert Elektrizität.
Windkraft – pro und contra
Die Nutzung der Windkraft ist eine umweltfreundliche Form der Energiegewinnung: Wind ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Windkraftanlagen stoßen während ihres Betriebes weder Treibhausgase aus noch brauchen sie die Zufuhr von Brennstoffen. Was an Energie für Bau, Betrieb und Demontage einer Windkraftanlage eingesetzt werden muss, hat sie schon in kurzer Zeit wieder produziert.
Als technisch hochentwickelte Industrieanlagen haben Windräder Auswirkungen auf die Umgebung. Es kann daher kaum verwundern, dass ihre Nutzung nicht nur Begeisterung hervorruft, sondern auch Fragen und Kritik.
Je mehr Windkraftanlagen gebaut werden, desto mehr Menschen sind davon betroffen. Viele akzeptieren die Anlagen als notwendig für eine moderne Energieversorgung, einige finden sie sogar schön. Manche fühlen sich jedoch von optischen oder akustischen Effekten gestört oder sehen das Landschaftsbild durch die Anlagen beeinträchtigt; Naturschützer fürchten um die Tierwelt. Auf einige positive und negative Umweltauswirkungen wollen wir kurz eingehen.
Quelle:www.windinformation.de